Gedichte zur Hochzeit: Ideen für Hochzeitsgedichte

Schöne Gedichte zur Hochzeit machen sich gut in jeder Karte und Rede. Ihr braucht noch Inspirationen für euer Hochzeitsgedicht? Wir haben die Gedichte!

Gedichte zur Hochzeit: Unsere Favoriten

  • Die Ehe ist das Ruhen zweier Herzen,
    da ist kein Sehnen mehr und ist kein Schmerzen,
    da ist kein Suchen, nein, man hat gefunden.
    Man lebt und lebt, doch nimmer zählt man Stunden.
    Es ist ein Leben, wie zwei Bäume leben,
    die ihre Wurzeln ineinander weben,
    treuinnig mit den Zweigen sich umfassen;
    kommt auch ein Sturm, keins kann vom andern lassen.

    Derselbe Tau trifft sie, derselbe Regen,
    was einem wohltut, bringt dem andern Segen.
    Mag Mond, mag Sonne auf sie niederschauen,
    sie steh'n vereint in kindlichem Vertrauen.
    Sie harren still, was ihnen kommt von oben,
    ob Freud', ob Leid - sie sind in eins verwoben.
    - Theobald Kerner
  • Viel Freude macht, wie männiglich bekannt,
    für Mann und Weib der heilige Ehestand!
    Und lieblich ist es für den Frommen,
    der die Genehmigung dazu bekommen,
    wenn er sodann nach der üblichen Frist
    glücklicher Vater und Mutter ist.
    - Wilhelm Busch
  • Selig durch die Liebe
    Götter - durch die Liebe
    Menschen Göttern gleich!
    Liebe macht den Himmel
    himmlischer - die Erde
    zu dem Himmelreich.
    - Friedrich von Schiller

Originelle Gedichte zur Hochzeit

  • Oh wie lieblich, oh wie schicklich,
    sozusagen herzerquicklich,
    ist es doch für eine Gegend,
    wenn zwei Leute, die vermögend,
    außerdem mit sich zufrieden,
    aber von Geschlecht verschieden.
    Wenn nun diese, sage ich, ihre
    dazu nötigen Papiere,
    sowie auch die Haushaltssachen,
    endlich mal in Ordnung machen.
    Und in Ehren und beizeiten,
    hin zum Standesamte schreiten.
    Wie es denen, welche lieben,
    vom Gesetze vorgeschrieben.
    Dann ruft jeder freudiglich:
    "Gott sei Dank, sie haben sich!"
    - Wilhelm Busch

Kurze Hochzeitsgedichte

  • O Bräutigam, welch eine Braut
    wird deinem Arm zur Beute!
    Bei meiner Leier schwör ich's laut:
    Die Krone schöner Bräute!
    - Gottfried August Bürger
  • Die Liebe -
    welch lieblicher Dunst;
    doch in der Ehe -
    da steckt die Kunst.
    - Theodor Storm
  • Du hattest kein Glück, und ich hatte keins;
    Wir nahmen einander, nun haben wir eins.
    Wo haben wir es denn hergenommen?
    Es ist vom Himmel auf uns gekommen.
    - Friedrich Rückert
  • Lasst Euch stets von der Liebe leiten,
    Ihr sollt in guten wie in schlechten Zeiten,
    immer treu zusammen steh'n und so
    durch's ganze Leben geh'n.
  • Magst du zweifeln, dass die Sterne glühen,
    magst du zweifeln, dass die Sonne sich bewegt,
    magst die Wahrheit du für Lüge halten,
    zweifle aber niemals an der Liebe.
    - Shakespeare

Moderne Gedichte zur Hochzeit

  • Liebe soll nicht,
    Liebe kämpft nicht,
    Liebe wird nicht,
    Liebe ist.
    Liebe sucht nicht,
    Liebe fragt nicht,
    Liebe ist, so wie du bist.
    - Nena – „Liebe ist”
  • denn alles an Dir macht mich so leicht
    weil Du mich überall erreichst
    weil Du mich siehst und mir vergibst
    und so unbeschreiblich liebst
    denn alles an Dir macht mich so leicht
    weil Du mich jeden Tag befreist
    weil Du, gewacht während ich schlief
    und Du unbeschreiblich bist
    denn alles an Dir macht mich so leicht
    weil Du mich überall erreichst
    weil Du mich siehst und mir vergibst
    und so unbeschreiblich liebst
    denn alles an Dir macht mich so leicht
    - Laith Al-Deen - Alles an Dir

Gedicht zur Hochzeit von Goethe

  • Dem Schnee,
    dem Regen,
    Dem Wind entgegen,
    Im Dampf der Klüfte,
    Durch Nebeldüfte,
    Immer zu! Immer zu!
    Ohne Rast und Ruh!

    Lieber durch Leiden
    Möcht ich mich schlagen,
    Als so viel Freuden
    Des Lebens ertragen.
    Alle das Neigen
    Von Herzen zu Herzen,
    Ach, wie so eigen
    Schaffet das Schmerzen!

    Wie soll ich fliehen?
    Wälderwärts ziehen?
    Alles vergebens!
    Krone des Lebens,
    Glück ohne Ruh,

    Liebe, bist du!
    - Johann Wolfgang von Goethe
  • Im Schlafgemach, fern von dem Feste,
    sitzt Amor dir getreu und wacht,
    dass nicht die List mutwill'ger Gäste
    das Brautbett dir unsicher macht.
    Er harrt auf Dich. Der Fackel Schimmer
    umglänzt ihn, und ihr flammend Gold
    treibt Weihrauchdampf, der durch das Zimmer
    in wollustvollen Wirbeln rollt.

    Wie schlägt dein Herz beim Schlag der Stunde,
    der deiner Gäste Lärm verjagt!
    Wie blickst du nach dem schönen Munde,
    der dir nun bald nichts mehr versagt.
    Du gehst, und wünschend geht die Menge;
    ach wer doch auch so glücklich wär'!
    Die Mutter weint, und ihre Strenge
    hielt' gern dich ab und darf nicht mehr.

    Dein ganzes Glück nun zu vollenden,
    trittst du ins Heiligtum herein;
    die Flamme in des Amors Händen
    wird wie ein Nachtlicht still und klein.
    Schnell hilft der Schalk die Braut entkleiden
    und ist doch nicht so schnell wie du,
    sieht euch noch einmal an, bescheiden
    hält er zuletzt die Augen zu.
    - Johann Wolfgang von Goethe
  • Ehe, Liebe und ein Kuss - so, dass es sich reimen muss: Wenn´s dir in Kopf und Herzen schwirrt, was willst Du Besseres haben? Wer nicht mehr liebt und nicht mehr irrt, der lasse sich begraben!
    - Johann Wolfgang von Goethe
  • Und war das Band, das euch verbunden,
    gefühlvoll, warm und heilig rein,
    so lasst die letzte eurer Stunden
    wie eure erste heiter sein.
    - Johann Wolfgang von Goethe
  • Ihr seid nun eins, ihr beide,
    und wir sind mit euch eins.
    Trinkt auf der Freude Dauer
    ein Glas des guten Weins!
    Und bleibt zu allen Zeiten
    einander zugekehrt,
    durch Streit und Zwietracht werde
    nie euer Bund zerstört.

    Denn mein Meinung ist nicht übertrieben:
    Wenn man nicht trinken kann,
    soll man nicht lieben,
    doch sollt ihr Trinker euch
    nicht besser dünken:
    Wenn man nicht lieben kann,
    soll man auch nicht trinken.
    - Johann Wolfgang von Goethe

Lustige Hochzeitsgedichte

  • Warnung vor der Ehe
    Sie hat nichts und du desgleichen;
    Dennoch wollt ihr, wie ich sehe,
    Zu dem Bund der heil’gen Ehe
    Euch bereits die Hände reichen.
    Kinder, seid ihr denn bei Sinnen?
    Überlegt euch das Kapitel!
    Ohne die gehör’gen Mittel
    Soll man keinen Krieg beginnen.
    - Wilhelm Busch
  • Denn wo das Strenge mit dem Zarten
    Denn wo das Strenge mit dem Zarten,
    Wo Starkes sich und Mildes paarten,
    Da gibt es einen guten Klang.
    Drum prüfe, wer sich ewig bindet,
    Ob sich das Herz zum Herzen findet!
    Der Wahn ist kurz, die Reu ist lang.
    - Friedrich Schiller
  • Hochgesteckte Ziele, die Taschen voll mit Geld,
    Singen, Tanzen, Amüsieren,
    Reisen um die Welt.
    Der Ehering an Deiner Hand,
    hält Deinen Rücken an der Wand,
    gesungen wird im Badezimmer,
    ferne Länder siehst du nimmer,
    getanzt wird, wenn die Kinder schlafen,
    herzlich willkommen im Ehehafen.

Liebesgedichte zur Hochzeit

  • Du bist wie eine Blume,
    So hold und schön und rein;
    Ich schau dich an, und Wehmut
    Schleicht mir ins Herz hinein.
    Mir ist, als ob ich die Hände
    Aufs Haupt dir legen sollt,
    Betend, daß Gott dich erhalte
    So rein und schön und hold.
    - Heinrich Heine
  • Schweigst du, so schweige aus Liebe.
    Sprichst du, so sprich aus Liebe.
    Tadelst du, so tadle aus Liebe.
    Schonst du, so schone aus Liebe!
    Lass die Liebe in deinem Herzen wurzeln
    und es kann nur gutes daraus hervorgehen!
    - Augustinus
  • Die Liebe hemmet nichts; sie kennt nicht Tür noch Riegel.
    Und dringt durch alles sich;
    Sie ist ohn Anbeginn, schlug ewig ihre Flügel
    Und schlägt sie ewiglich.
    - Matthias Claudius
  • Es muss was Wunderbares sein
    ums Lieben zweier Seelen!
    Sie schließen ganz einander ein,
    sich nie ein Wort verhehlen!
    Und Freud und Leid und Glück und Not
    so miteinander tragen!
    Vom ersten Kuss bis in den Tod
    sich nur von Liebe sagen.
    - Oskar von Redewitz
  • Dass du mich liebst, das wusst ich,
    ich hatt es längst entdeckt;
    doch als du mir's gestanden,
    hat es mich tief erschreckt.

    Ich stieg wohl auf die Berge
    und jubelte und sang;
    ich ging ans Meer und weinte
    beim Sonnenuntergang.

    Mein Herz ist wie die Sonne
    so flammend anzusehn,
    und in ein Meer von Liebe
    versinkt es groß und schön.
    - Heinrich Heine
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